Das Kulturzentrum Allermöhe (kurz: KulturA) in Neuallermöhe eröffnetseinen langerwarteten Anbau. Die Erweiterung schafft Raum für eine vergrößerte Angebotsvielfalt und stärkt das KulturA als Ort des sozialen und kulturellen Lebens im RISE-Fördergebiet Neuallermöhe.Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein, Bezirksamtsleiterin Cornelia Schmidt-Hoffmann, Martin Görge (Geschäftsführer Sprinkenhof GmbH) und Mathias Eichhorn (Aufsichtsratsratsvorsitzender Sprungbrett e.V.) feierten heute die Eröffnung des Anbaus.
Dem Anbau ging bereits eine Sanierung des Bestandsgebäudes voran. Die Gesamtkosten für Sanierung und Erweiterung belaufen sich auf rund 4,1 Millionen Euro. Davon werden rund 2,71 Millionen Euro aus Fördermitteln des Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) finanziert, rund 1,35 Millionen Euro stammen aus dem bezirklichen Quartiersfonds und 100.000 Euro werden von der Sozialbehörde beigesteuert.
Karin Pein, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Gerade ein junger Stadtteil wie Neuallermöhe braucht kulturelle Begegnungsorte. Das beliebte Kulturzentrum KulturA ist ein wichtiger Anker und ein Fixpunkt in der aktiven und integrierten Stadtteilentwicklung in Neuallermöhe. Aus einer Idee der Bewohnerinnen und Bewohner entstanden, ist das KulturA heute ein etablierter Ort der Gemeinschaft und eine gutgenutzte Anlaufstelle für die verschiedensten Anliegen. Mit dem Anbau und der Sanierung reagieren wir auf den Bedarf an weiteren Freizeit- und Beratungsangeboten für die Menschen in Neuallermöhe und ich freue mich sehr, dass wir durch die Unterstützung des Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung RISE dieses auch gestalterisch sehr schöne Vorhaben verwirklichen konnten.“
Bezirksamtsleiterin Cornelia Schmidt-Hoffmann: „Das KulturA ist eine soziale und kulturelle Institution in Neuallermöhe. Als bedeutender Treffpunkt über Generationen hinweg, bereichert es das Leben des Stadtteilsnun schon seit über 25 Jahren maßgeblich. Die große Angebotsvielfalt und die sozialen Beratungsprogramme leisten einen wichtigen Beitrag für das Miteinander der Menschen. Daher war es mir persönlich sehr wichtig, dass das KulturA seinen Anbau erhält. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten und wünsche dem KulturA eine weiterhin erfolgreiche Zukunft und viel Freude an den neuen Räumlichkeiten.“
Geschäftsführer Sprinkenhof GmbH Martin Görge: „Bürgerhäuser wie das KulturA erfüllen als gemeinschaftliche Treffpunkte einen besonderen lokalen Wert für die Bevölkerung. Daher freuen wir uns, mit dem Anbau einem langersehnten Wunsch nachzukommen: Für das vielfältige Angebot in Neuallermöhe stehen nun über 270 m² mehr Fläche zur Verfügung. Wir bedanken uns bei dem Bezirksamt Bergedorf sowie bei allen an diesem Projekt Beteiligten für die gute Zusammenarbeit und freuen uns, dieses kleine aber überaus wichtige Projekt heute übergeben zu dürfen.“
Aufsichtsratsvorsitzender Sprungbrett e. V. Mathias Eichhorn: „Wir freuen uns auf ein erweitertes Haus, neue sowie vielfältige Angebote und auf die zahlreichen engagierten Nutzer:innen. Gemeinsam mit unserem wirklich tollen Team werden sie das Haus zukünftig mit noch mehr Leben füllen. Da bin ich absolut sicher. Wir danken allen Förderern, die hier mit viel Geld und viel persönlichem Engagement einen echten Mehrwert für das Miteinander in Neuallermöhe geschaffen haben.“
Das KulturA in Neuallermöhe-West, betrieben vom Träger Sprungbrett e. V., vereint wichtige Einrichtungen des Stadtteils: beispielsweise das Café-Evergreen mit dem beliebten Mittagstisch, die kulturellen Veranstaltungen und Kurse des Kulturzentrums sowie das Kinder- und Familienhilfezentrum (kifaz), in dem viele Sozial- und Familienberatungsleistungen stattfinden. Auch das Ehrenamtsprojekt „Stadtteilmütter Neuallermöhe“ und das Familienteam haben im Haus ihr Dach über dem Kopf gefunden. Darüber hinaus werden die Räumlichkeiten des Hauses auch von Vereinen und Initiativen genutzt. Schon lange ist das KulturA für die vielen Angebote zu eng geworden. Unter Berücksichtigung der Entstehung des neuen Wohnquartiers Gleisdreieck und der Bevölkerungszunahme am Mittleren Landweg ist weiterhin von einer steigenden Nutzerzahl in den bestehenden sozialen und kulturellen Einrichtungen auszugehen.
Um den Zielgruppen eine dauerhafte stabile Anlaufstelle für interkulturelle Angebote wie auch soziale und wohnortnahe Unterstützung bieten zu können, erhielt das KulturA nun einen 255 qm² großen Anbau. Der Erweiterungsbau umfasst Beratungs-, Büro-, Sanitär- und Küchenräume. Darüber hinaus wird ein 50 qm² großer Gruppenraum für verschiedene Aktivitäten von Ehrenamtlichen sowie für Vereine als auch für Privatpersonen vorgehalten. Derzeitige Beratungsangebote können durch den neuen Anbau endlich voll entfaltet werden und profitieren dabei von der bestehenden Infrastruktur.
Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE)
Das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung fördert lebendige, stabile Quartiere und damit den sozialen Zusammenhalt in der Stadt und hat dafür allein im Jahr 2022 rund 56,6 Millionen Euro öffentliche Mittel in den RISE-Fördergebieten eingesetzt. RISE fasst die Programme der Städtebauförderung unter einem Dach zusammen, mit dem Ziel, Quartiere mit besonderem Entwicklungsbedarf städtebaulich aufzuwerten und sozial zu stabilisieren. Die Lebensqualität in den Quartieren wird durch Investitionen in die Bildungsinfrastruktur und soziale Infrastruktur, in das Wohnumfeld, in die Qualifizierung öffentlicher Plätze, Freiflächen und Grünanlagen sowie Stärkung von Versorgungsstrukturen verbessert.
Investiver Quartiersfonds
Mit dem seit 2018 bestehenden investiven Quartiersfonds wird die Infrastruktur in den Hamburger Bezirken entlang gezielter Projekte finanziell unterstützt. Dabei werden Kinder- und Jugendeinrichtungen genauso berücksichtigt, wie soziale Projekte, Stadtteilkultur oder Sportanlagen. In Abstimmung zwischen Bezirksbehörde, Finanzbehörde und Bezirken können damit vor Ort investive Maßnahmen gezielt unterstützt beziehungsweise gemeinsam finanziert werden. Mit dem investiven Quartiersfonds werden die Bezirke, Bezirksversammlung und Bezirksverwaltung gezielt dabei unterstützt, die Infrastruktur vor Ort zu verbessern und auszubauen.